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Steffi Jüngling 
La biblioteca di Babel 
 
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Mit einer eher vagen Idee für eine künstlerische Arbeit besuchte Steffi Jüngling eine kleine Bibliothek auf der Insel Giudecca in Venedig. Sie war auf der Suche nach Anfängen von Geschichten und Büchern und suchte dort zunächst nach den von ihr favorisierten Autoren.

Ganz oben auf ihrer Liste stand „Borges“ und in der Bibliothek fand sie seinen Band „Ficciones“-„Fiktionen“. „Die Bibliothek von Babel“ ist eine der in dem Band gesammelten Erzählungen und die Tatsache, dass sich diese Geschichte in einer kleinen Bibliothek auf der Insel Giudecca befand erweckte ihre Aufmerksamkeit.

In dem Text wird eine ultimative Bibliothek imaginiert, ein Ort, an dem alle Bücher, alles Wissen und alle Sprachen versammelt sind. Beim Nachdenken über diese ultimative Bibliothek, begann sie das Konzept für die „Konstruktion“ einer Version von Borges’ Bibliothek von Babel zu erarbeiten, bei der Bibliotheken auf der ganzen Welt durch diese Geschichte verbunden werden sollen.

Der erste Satz der Erzählung wurde auf Italienisch in der Bibliothek des Centro Civico auf Guidecca in Venedig angebracht. Dann ging die Geschichte auf eine andauernde Reise, auf der sie in Bibliotheken auf der ganzen Welt Satz für Satz und in der jeweiligen Landessprache erzählt werden wird.

   
  ©2004 Steffi Jüngling, www.jungling.de